Sonntag, 23. Februar 2014

Die Spur des Schwebens.


M. Großmann  / pixelio.de

Es ist bis jetzt, d.h. auf diesem Puncte der Reflexion, im Ich noch gar nichts gesetzt; es ist nichts in demselben, als was ihm ursprünglich zukommt, reine Thätigkeit. Das Ich setzt etwas sich entgegen, heisst also hier nichts weiter, und kann hier nichts weiter heissen, als: es setzt etwas nicht als reine Thätigkeit. So wurde demnach jener Zustand des Ich im Widerstreite gesetzt, als das Gegentheil der reinen, als gemischte, sich selbst widerstrebende, und sich selbst vernichtende Thätigkeit.

...wenn der Widerstreit je im Ich gesetzt werden, und aus demselben etwas weiteres folgen solle, durch das blosse Setzen der Widerstreit, als solcher, das Schweben der Einbildungskraft zwischen den Entgegengesetzten, / aufhören, dennoch aber die Spur desselben, als ein etwas, als ein möglicher Stoff, übrig bleiben müsse.

________________________________________________________________________________
Grundriss des Eigenthümlichen der Wissenschaftslehre, in Rücksicht auf das theoretische Vermögen, SW I, S. 335



 

Keine Kommentare:

Kommentar posten