Samstag, 10. Dezember 2016

Innere (reine) und physische Kraft.



§ 12.

Unser Streben oder unser praktisches Handeln ist nach dem vorigen Paragraphen der Maßstab aller Raum- bestimmung. Innere oder reine Kraft ist die unmittelbar und also intellektuell angeschaute Wirksamkeit des Wollens, durch welche das ganze freie Vermögen des Ich sich auf einen Punkt richtet. Äußere oder physische Kraft ist eben diese Energie, von der sinnlichen Anschauung durch eine Zeitreihe ausgedehnt, in welcher das Mannigfaltige des durch Kausalität des
//135// Wollens bestimmten Gefühlsvermögens in das Verhältnis der Dependenz gebracht wird, durch welches Verhältnis allein es in die Einheit des Bewussseins aufgenommen werden kann; aber eine solche physische Kraft kann nur in einer realen Wirksankeit gesetzt werden, folglich ist die Ortsbestimmung der Dinge und daher das Bewusstsein selber nur zufolge einer reellen Wirksamkeit möglich.
________________________________________________
Wissenschaftslehre nova methodo, Hamburg 1982, S. 134f.

 
Nota. -  Die physische Kraft unterscheidet sich von der reinen (Willens-) Kraft schon allein dadurch, dass sie in der Vorstellung in die Zeit und ipso facto in den Raum ausgedehnt wird.
JE





Keine Kommentare:

Kommentar posten