Mittwoch, 18. Februar 2015

Das Absolute gibt es nur als Horizont der idealen Tätigkeit.



Fichtes dogmatische Wendung bestand darin, dass er in der Bestimmung des Menschen ein Real-Absolutes postu- liert und in allen späteren Darstellungen zum Ausgangspunkt der Wissenschaftslehre gemacht hat - die damit in mancher Hinsicht in ihr Gegenteil verkehrt wurde.

Das einzig Absolute, das die ursprüngliche kritische und transzendentalphilosophische Wissenschaftslehre kennt, wäre, um in Fichtes Diktion zu bleiben, die Grenzlinie der idealen Tätigkeit, die sie aber, da sie frei und unendlich sein soll, niemals erreichen kann, weil sie dann erschöpft wäre. Sie kann auch darauf nicht reflektie- ren, weil es dazu Gegenstand der realen Tätigkeit werden müsste, womit es aufhörte, absolut zu sein

Das Absolute ist wie der Horizont, der sich im selben Maß entfernt, wie man ihm näher kommt. Es ist kein Fluchtpunkt, sondern eine Linie, die den ganzen Gesichtskreis durchzieht.

Es ist das Überschießen der Einbildungskraft.







Nota. Das obige Foto gehört mir nicht, ich habe es im Internet gefunden. Wenn Sie der Eigentümer sind und seine Verwendung an dieser Stelle nicht wünschen, bitte ich um Nachricht auf diesem Blog.

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