Freitag, 10. Juli 2015

Die Philosophie hebt notwendig an mit etwas Unbegreiflichem und Unanschaubaren.



...nämlich bei aller Bemühung können wir die Untersuchung über die Hauptsynthesis niemals erschöpfen; wir können sonach nimmermehr das Bestimmte und [das] Bestimmende als eins anschauen, weil beides in der Synthesis auseinanderliegt. Beides als eins zu denken ist bloße Aufgabe. Dieses Bestimmen und Bestimmtsein ist in der Hauptsynthesis eins, diese aber können wir nicht fassen. 

Die Philosophie hebt notwendig an mit einem Unbegreiflichen, mit der ursprünglichen Synthesis der Einbil- dungskraft, ebenso mit einem Unanschaubaren, mit der ursprünglichen Synthesis der Denkens. Dieser Akt ist nicht zu denken noch anzuschauen. Es lässt sich auch also noch bloß [sic] die Aufgabe aufstellen, alles andere ist erreichbar, da es in der Erfahrung vollzogen wird.
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Wissenschaftslehre nova methodo, Hamburg 1982, S. 217


Nota. - Nicht das Philosophieren hebt an mit einem Unbegreiflichen und Unanschaubaren. Das Philosophieren kann überall anfangen, wo einer staunt. Es ist die Darstellung der Philosophie, nämlich wenn man zu einem Ergebnis gekommen ist, die mit einem Unbegreiflich-Unanschaubaren beginnen muss.
JE







Nota. Das obige Foto gehört mir nicht, ich habe es im Internet gefunden. Wenn Sie der Eigentümer sind und seine Verwendung an dieser Stelle nicht wünschen, bitte ich um Nachricht auf diesem Blog.

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