Donnerstag, 11. Februar 2016

Duplizität des Denkens, Subjektobjektivität, Reflexion; analytisch, synthetisch.



Es ist in mir ein erstes ursprüngliches Bewusstsein = A, dieses wird zufolge der Duplizität des Geistes doppelt / angesehen = B+C, aber C wird selbst wieder doppelt angesehen: A wäre die Masse des Denkens, die Synthe-sis (denn die Wissenschaftslehre stellt immer lautere Massen auf, in jedem Momente ist ein Mannigfaltiges) B soll sein das Denken meines Denkens, das mittelbare Bewusstsein meines Denkens. C soll sein das, dessen ich mir bewusst bin. Beide sind A; die Teilung kommt bloß von der ursprünglichen Duplizität, der Subjektobjektivi-tät.

C erscheint selbst doppelt, als ideales Denken eines Zwecks, reales Denken eines Objekt = X+Y. B ist in Be-zug auf C trennend, vereinigend beides. – A ist in Beziehung auf B und C auch trennend und vereinigend; wir haben also eine ganze Masse von Mannigfaltigem. Deswegen haben wir dieses Denken synthetisch genannt, das Ich wird zwischen beides hineingesetzt als vereinigend.

Allein dieses Denken muss sie erst verschieden darstellen, also auch analytisch sein. Die Analyse geschieht durch den Denkakt, der hypothetisch notwendig ist, selbst aber auf der Freiheit beruht. 
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Wissenschaftslehre nova methodo, Hamburg 1982, S. 184f. 







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